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F3. BAYERISCHER KRÄUTERPÄDAGOGENTAG AM 28.3.2007 IN BAD KÖTZTING

Der 3. Bayerische Kräuterpädagogentag, zu dem das Amt für Landwirtschaft und Forsten in Cham, Herr Dr. Siegfried Kiener, eingeladen hatte, stand unter dem Motto "Netzwerkpartnerschaften im ländlichen Raum". Zahlreiche Kräuter-pädagoginnen fanden sich ein, um Informationen, Eindrücke, Mut und neue Ideen mich nach Hause zu nehmen.

Nach den Begrüßungsworten von Herrn Huber, Ministerialdirektor und Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten, wurden wir durch den Ehrengast, Herrn Landrat Theo Zellner, Präsident des Bayerischen Landkreistages, motiviert, weiterhin "Lust auf Unkraut" zu wecken, aktiv und kreativ zu sein, denn wir sind auf dem richtigen Weg!

Danach gab es folgendes Programm:
Dr. Viktoria Lofner-Meir aus Irsse, Ministerialrätin im Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten:
"Der Bauernhof als Schatzkammer für erlebnisorientierte Angebote und Kooperationen".
Der Vortrag enthielt Anregungen rund um den Erlebnisort Bauernhof. Es wurden Beispiele zur Wirtschaftlichkeitsberechnung und somit Möglichkeiten aufgezeigt zu der Frage, die wir uns als Kräuterpädagoginnen unbedingt stellen sollten:
"Wo will ich stehen, wie kann ich meine Ziele erreichen?"

Waltraud Schwienbacher, Lebensschulen in den Bergdörfern von Ulten/Südtirol:
"KräuterReiches Wegleit"
Frau Schwienbacher stand am Rednerpult wie Mutter Teresa. Sie verkörperte ihre Überzeugung einer natürlichen Lebensweise innerhalb eines geschlossenen Naturkreislaufs perfekt. "Die Natur ist die reinste Intelligenz. Sie ist die höchste Hochschule, an der wir studieren können. Und wir werden reich!"
Das Ziel Ultens ist es, Ulten völlig autark zu versorgen und zwar in einem geschlossenen Naturkreislauf. In kleinen Schritten erfolgt somit die Vermarktung, sowohl von eigenen Produkten wie auch im Tourismus. Außerdem gibt es "die Lebensschulen", wo man in Lehrgängen alles über die Be- und Verarbeitung von Naturmaterialien vermittelt bekommt.
Folgende Bereiche werden umgesetzt:
Schafzucht: Wolle/Färben/Veredeln/Kleidung/Schmuck/Knöpfe/Wollfett/ Kosmetika/Wildleder/Pergament/Fleisch...
Holzverwertung: Für industrielle Zwecke
Eigene Schreinereien mit eigenem Design
Restholzverwertung: Hackschnitzelanlage, mit der 4 Dörfer versorgt werden
Leinanbau zur Leinenherstellung
Seidenraupen: Seide für Bekleidung/Möbel und als Beimischung zur Schurwolle
Biologischer Kräuteranbau:
Färben/Kochen/Heilkräuter/Gastronomie/Kosmetika/Produkte für die Küche...
Tierhaltung: Milch/Käse von Kuh, Schaf, Ziege

Dr. Hermann Kolesch, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
"Dienstleistungen im ländlichen Raum - der gefühlte Mehrwert!"
In der "Sinnerfahrung" steckt ein großes Potential:
Wohlfühlen/ Wellness/ Ernährung.
"SINN, nicht Geiz ist geil!" Das persönliche Gesicht hinter einem Produkt muß sichtbar sein, jedoch: "Man muß dem anderen nicht das Licht ausblasen, um selbst heller zu scheinen!"
Es gibt neue gesellschaftliche Strukturen, ein neues Milieu, in dem wir uns nach Lebenswelten, nicht nach Zielgruppen orientieren müssen. Somit zählt auch der Naturtourismus zu einem der größten Konsumentenpotentiale.

Dr. Klaus Zeitler, Sozialwissensch. Institut für regionale Entwicklung (SIREG):
"Chancen und Möglichkeiten für Kräuterpädagogen im Rahmen regionaler Entwicklung"
Es wurden verschiedene staatliche Programme aufgezeigt, die derzeit im Rah-men der ländlichen Entwicklung zur Verfügung stehen.

Marianne Pesold, Geschäftsführerin IG Kräuterpädagogen Bayern:
"Die IG Kräuterpädagogen Bayern: Gemeinsames Dach und Vorhaben"

Dr. Dirk Holtermann, Gundermannschule:
Nutzung des Mediums "Internet" und in diesem Zusammenhang des "Forums" für Kräuterpädagogen

Anschließend konnten wir uns in der "Ideenschmiede" in kleinen Workshops mit erfahrenen Kräuterpädagoginnen austauschen, die die Ausbildung bereits in die Praxis umgesetzt haben und Einblick in deren Wirken erhalten.

Im "Balkenzimmer" schließlich, präsentierten Kräuterpädagoginnen aus verschiedenen Regionen ihre Tische mit selbstgemachten Produkten und wir konnten die eine oder andere Anregung mit nach Hause nehmen.

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die in vielen Bereichen Mut zum Weitermachen erzeugt hat. Unser herzlicher Dank gilt der Gundermannschule und dem Veranstalter.
Wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr im Kloster Benediktbeuren!
Die Allgäuer Kräuterpädagogen
Elfi Seifert / Brunhilde Engert / Lili Stangl

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